Weihnachten ist ... - Die Botschaft auf dem Weihnachtsmarkt


Direkt zum Seiteninhalt

Weihnachtsbräuche und ihr Sinn

Ideen für den Hl. Abend


Auf den Hund gekommen - Adventskalender für Bello?


Hat Ihr Hund schon einen Adventskalender? 24 Tage jeden Tag ein Leckerli, da freut er sich sicher. Unlängst tauchten solche Angebote in der Werbung auf. Ein Adventskranz wird wahrscheinlich nicht im Zwinger hängen und einen eigenen Christbaum wird der Hund wohl auch nicht bekommen. Die Frage ist: Was ist denn eigentlich der Sinn unserer traditionellen Advents- und Weihnachtsbräuche?

Der Adventskalender, in dem jeden Tag ein Türchen aufgemacht wird, ist ein sichtbares Zeichen, wie schnell wir uns auf Weihnachten zu bewegen. Adventskalender gibt es noch gar nicht so lange, erst seit etwa 150 Jahren. Ursprünglich versteckten sich keine Süßigkeiten hinter den Türen, sondern Bilder, Texte die helfen konnten, den Zeitraum des Advents (wörtlich die Ankunft, gemeint ist die Erwartung der Ankunft Jesu Christi an Weihnachten) zu deuten und zu guten Werken zu nutzen. Der Advent war früher ja auch eine Fastenzeit, so wie heute noch die österliche Bußzeit begangen wird. Dass in jüngerer Zeit Süßigkeiten ihren Weg in den Kalender gefunden haben, kann man christlich deuten als kleinen Vorgeschmack oder Vorfreude auf die Weihnachtszeit. Die Frage an uns Christen darf erlaubt sein, was besser ist: Die Vorfreude täglich kultivieren oder sich auf das Fest vorbereiten durch innere Einkehr und Besinnung? Nicht zuletzt aus diesem Grund bieten die Kirchengemeinden oft in der Advents- wie auch in der Fastenzeit, den sogenannten geprägten Zeiten besondere Angebote an, wie etwa Exerzitien im Alltag oder Gottesdienste, die die Lichtsymbolik besonders betonen u.a.

Der Adventskranz, bei dem jede Adventswoche eine Kerze mehr angezündet wird, hat auch eine symbolische Bedeutung. Zum ersten die Bedeutung der Erwartung und des Lichtes. Bereits im Judentum, nachzulesen im Alten Testament im Buch der Makkabäer, gab es am 8-tägigen Chanukkafest die Sitte, am 9-armigen Leuchter jeden Festtag eine Kerze mehr anzuzünden, bis der ganze Leuchter entzündet war (das 9. Licht, das sogenannte Dienstlicht brannte täglich). Ein Brauch, der bis heute weiterbesteht.

Hiervon wurde im 19. Jahrhundert der Adventskranz mit seinen 4 Kerzen abgeleitet, eine Tradition die erst in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts Eingang in die katholischen Kirchen fand. Wie der Adventskalender mit seinem Türchen (bis alle offen sind) vermittelt der Adventskranz die Erwartung des Weihnachtsfestes (bis alle Kerzen brennen). Insbesondere Kinder sind für diese Erwartung sehr empfänglich, die Wochen, die Tage zu zählen...

Der gewundene Kranz, aus geflochtenen Zweigen lässt sich auch verstehen als ein Siegeskranz, wie ihn bei antiken Wettkämpfen der Sieger erhielt, als eine Huldigung an den Sieger über Leben und Tod, an Jesus Christus.

Der Christbaum ist zunächst kein christlicher Brauch, sondern der Baum steht in allen Religionen als Zeichen des Lebens (z. B. Gerichtslinde, Maibaum). In der Heiligen Schrift hat er der Baum große Bedeutung, vom Baum des Lebens im Paradies bis hin zum Baum des Kreuzes.

Der christliche Tannenbaum stellt den Paradiesbaum dar, von dem die "Früchte des Lebens" gepflückt werden. Dies wird dargestellt durch Äpfel, Nüsse usw. und dadurch aufgewertet, dass sie in Goldpapier eingewickelt werden. Von daher kommen Christbaumkugeln und anderer Schmuck. Der Baum wird mit Kerzen geschmückt, in Parallele zur Osterkerze.

So wird deutlich: All diese Bräuche haben für Christen eine große und dichte zeichenhafte Bedeutung. Es lohnt, sich näher damit zu beschäftigen.

(Gerhard Walter)

Home | Ideen rund um die Karten | Ideen für den Hl. Abend | Projektidee | Material | Bonifatiuspreis | Aktionen 2011 | Archiv | Service | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü






























Besucherzähler Manipulieren