Weihnachten ist ... - Die Botschaft auf dem Weihnachtsmarkt


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Ein Erfahrungsbericht

Ideen für den Hl. Abend


Mit Kindern Heilig Abend feiern –
ein persönlicher Erfahrungsbericht


Vielleicht einfach noch eine kurze Vorbemerkung dazu: Was ich hier schreibe, sind meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen in einer Familie mit 5 Kindern, und daher vielleicht nicht wissenschaftlich fundiert. Oft werde ich jedes Jahr gefragt, wie man als Christen mit Kindern Weihnachten zuhause feiern kann. Die Frage kommt von Eltern, die vielleicht selber Erinnerungen an Weihnachtsfeiern in der Kindheit haben, die gerne mit ihren Kindern Rituale prägen wollen, aber sich dabei überfordert fühlen, denn: Anders als bei Adventsfeiern kann man sich nicht auf "andere" Mitgestalter zurückziehen, sondern ist selber gefragt.

Vielleicht auch noch vorab eine ganz wichtige Regel: Ehrlichkeit zu uns selber und zu unseren Kindern. Kinder sind sensibel und merken es ganz schnell, ob man ihnen eine "Show" präsentiert, oder, ob das, was man tut, einem selber ein wichtiges Anliegen ist. Deshalb: Wenn wir zum Weihnachtsgeschehen keinen Bezug haben, können wir nicht unseren Kindern vorgaukeln, es wäre uns wichtig. Deshalb richtet sich die erste Frage an uns selber: Was ist mir wichtig, wozu habe ich einen Bezug, was möchte ich vermitteln? So wie wir den Abend gestalten, spüren die Kinder das - ohne dass wir darüber reden.

Einfach noch ein paar Rahmenbedingungen für den Abend: Es ist wichtig, ihn vorzubereiten aber nicht zu überfrachten. Vielleicht kann man je nach Familientradition die Großeltern mit einladen, es ist schön, wenn niemand, der zur erweiterten Familie gehört, an diesem Abend alleine sein muss.

Das Weihnachtsessen empfiehlt sich beizeiten zu planen und einzukaufen, am besten etwas, das den Kindern schmeckt, gut vorzubereiten und nicht zu aufwändig ist (ich weiß, hier gibt es auch Traditionen).

Mit den Kindern ist es gut, beizeiten den Ablauf des Abends durchzusprechen, sonst ist man irgendwann zermürbt von der ständigen, bohrenden Frage "und wann gibt es die Geschenke?" oder "ich hab keinen Hunger, ich will auspacken." Dem gilt es vorzubauen, wenn man (mit den Älteren) bespricht, wie der Abend abläuft, und wie sich die Kinder einbringen in die Gestaltung.

Manche besuchen die Kindermette oder das Krippenspiel am frühen Nachmittag vor der häuslichen Feier. Danach geht es zuhause weiter.


VORSCHLAG ZUM ABLAUF EINES HEILIG ABENDS ZUHAUSE

Nach dem Essen versammelt sich die Familie um den erleuchteten Christbaum. Wir singen zusammen ein paar Weihnachtslieder.

1. Gemeinsames Singen

Wir singen zusammen. Sicher ist es nicht in jeder Familie so, dass gemeinsames Singen eine Tradition ist. Es ist auch einfacher, per Knopfdruck Weihnachtslieder einzuschalten. Aber - denken Sie daran: Wenn Ihre Kinder es nicht erleben, dass Sie gemeinsam singen, werden diese es später mit ihren Kindern auch nicht tun. Und es ist nicht so schwer, wenigstens die erste Strophe von ein paar volkstümlichen Weihnachtsliedern zu singen, ob aus dem Gesangbuch, dem Flötenheft der Kinder, oder dem Kindergartenordner. Es muss nicht professionell oder perfekt sein, natürlich ist es schön, wenn Eltern oder Kinder musizieren können, aber es ist doch schon gut, wenn man selber singt und nicht nur Lieder konsumiert.

Es empfiehlt sich, vorher vorzubereiten, was wir singen, welche Strophen und dafür zu sorgen, dass jeder Noten zum mitsingen (kann man kopieren) hat

Beispiele gängiger Weihnachtslieder:

Ihr Kinderlein kommet...

Oh du Fröhliche...

Stille Nacht, heilige Nacht...

Kommet ihr Hirten...

2. Wir hören das Weihnachtsevangelium

Ein Erwachsener (oder ein großes Kind) liest die Weihnachtsgeschichte, das Weihnachtsevangelium aus der Bibel vor. Es ist zu finden bei Lukas 2,1-14. Vor allem für kleinere Kinder bietet sich eine kindgemäße Fassung an (vgl. den Vorschlag in dieser Homepage) oder das gemeinsame Lesen aus einer Kinder- oder Bilderbibel.

Ich finde es wichtig, die Weihnachtsgeschichte und nicht nur irgendeine andere weihnachtliche Erzählung vorzulesen, denn diese erklärt, warum wir heute diesen Abend so feiern.

3. Weiteres Lied oder Instrumentalstück

Danach singen wir nochmals ein Lied - oder ein Kind musiziert instrumental.

4. Zeit des Betens und Gedenkens (Dank und Bitte)

Vielleicht kann man spontan danken für das Fest, für das, was wir in der Weihnachtsgeschichte gehört haben, danken dafür, dass wir nun zur Ruhe kommen dürfen, dass wir zusammen die Geburt Jesu Christi zusammen feiern dürfen, unser Dank richtet sich an Gott und an Jesus Christus, dessen Geburtstag wir feiern.

Danach kann der Raum sein, wo man z. B. an Familienmitglieder denkt, die in diesem Jahr gestorben sind, die krank sind oder nicht dabei sein können, oder an andere Menschen aus dem eigenen Umfeld und dem Umfeld der Kinder denkt, denen es nicht so gut geht wie uns. Dies kann nahtlos übergehen in fürbittendes Gebet (z.B. wir denken an unseren Opa, der in diesem Jahr gestorben ist - gib, dass er es jetzt gut im Himmel bei dir hat).

Dieses Gebet (Dank und Fürbitte ) lässt sich zusammenfassen, wenn wir gemeinsam so beten, wie es Jesus uns gelehrt hat: "Vater unser im Himmel, ..." Dazu können sich alle zum Zeichen, dass wir alle Kinder Gottes sind, an den Händen fassen.

Manche grüßen direkt anschließend noch die Gottesmutter Maria mit dem "Gegrüßest seist du, Maria..." und enden dann mit dem "Ehre sei dem Vater, und dem Sohn, und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen."

5. evtl. noch ein Lied oder ein Instrumentalstück

6. Bescherung

manchmal lässt sich in einer Überleitung nebenbei die Legende vom Weihnachtsmann zerstreuen, in dem man etwa den Kindern signalisiert: Weil wir uns so freuen, dass Jesus Christus auf die Welt gekommen ist, wollen wir uns gegenseitig beschenken.

Dann ist es endlich soweit: Die Bescherung. Als Eltern von mehreren Kindern muss man dies logistisch stets vorbereiten, d.h. dass man nachher als Eltern noch zuordnen kann, was welches Kind von wem bekommen hat. Es ist nach unserer Erfahrung besser, wenn die Geschenke nicht schon die ganze Feier im Raum sind, sondern erst danach geholt werden (fördert das Mitmachen).

Danach weicht erfahrungsgemäß die Spannung, jeder beschäftigt sich mit seinen Geschenken. Dies ist der Augenblick, in dem die Eltern z.B. eine Flasche Wein aufmachen, Weihnachtsgebäck auf den Tisch stellen, eine schöne festliche Musik einschalten.

FROHE WEIHNACHTEN!

(Gerhard Walter)

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